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    bodylook Juli 2005 (5) Abschlussbericht



    BODY LOOK mit bodytex

    Internationale Fachmesse für Body-, Beach- und Legwear:

    Kollektionen & Stoffe + Zubehör

    (22. bis 24. Juli 2005)

    9. Innovationsforum Body-, Beach- und Legwear mit Teilnehmerrekord

    Benchmarking: Mit erfolgreichen Konzepten in schwierigen Märkten

    Mit mehr als 350 Teilnehmern verzeichnete das 9. Innovations­fo­rum im Rahmen der Internationalen Fachmesse Body Look mit bodytex (22. bis 24. Juni 2005) in Leipzig einen neuen Besucherrekord. Das Thema des in Deutschland einmaligen Forums lautete in diesem Jahr „Benchmarking – von den Besten lernen“. Der Saal im Congress Center Leipzig war bis auf den letzten Platz besetzt. „It’s a good problem to have“, kommentierte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Leipziger Messe, das große Interesse.

    „Erfolgreiche Unternehmen wachsen auch in schlechten Zeiten“, so die Überzeugung von Michael Hauf, Seniorpartner und Hauptgesellschafter der Unternehmensberatung Hachmeister + Partner aus Bielefeld. Nach seiner Auffassung werde sich die derzeit schwierige Marktsituation in den nächsten Jahren noch verschärfen. „Unsere Zukunftsstudie hat ergeben, dass der Bekleidungs­markt bis 2015 um weitere 30 Prozent sinken wird. Die Hälfte der mittelständischen Beklei­dungshändler wird vom Markt verschwinden.“ Dieser Entwicklung würden nur diejenigen entgehen, die konsequent auf Benchmarking-Strategien setzen, so Haufs. Die Erfolgsfaktoren resultieren für ihn aus der Attraktivität der Marke durch einen klaren und verständlichen Markenkern und korres­pondierendes Design sowie aus der Leistungsfähigkeit der gesamten Prozesskette (konse­quente Flächen- und POS-Orien­tierung, stufenübergreifende Vernetzung, gute Informations- und Steuerungssysteme). Hauf: „Grundvoraussetzung für erfolg­reiches Benchmarking ist die Auswahl eines geeigneten Ver­gleichspartners.“ Sei der ge­funden, folgen die Analyse der Prozesse, die Festlegung indi­vidueller Benchmarks und schließlich die Übertragung auf das eigene Unternehmen. Im weiteren Verlauf sei die kontinuierliche Erfolgskontrolle von großer Wichtigkeit. Hauf: „Erfolg hat der, der nicht immer nur satt und zufrieden ist, sondern Ausschau nach etwas Neuem hält.“ Seine Empfehlung: „Benchmarking sollte als Instrument permanenter Optimierung eingesetzt und das Unternehmen zu einer lernenden Organisation entwickelt werden.“

     

    Weltweit 300 Fachgeschäfte untersucht

     

    Über erfolgreiche Ideen berichtete Marco Pisani, Präsident der Unternehmensgruppe Network Dessous (Italien), zu der unter anderem zehn Fachzeitschriften gehören. Seit fünf Jahren spürt sein Unternehmen im Rahmen des Shop Scouting Pro­gramms weltweit jährlich 300 Fachgeschäfte, Kaufhäuser usw. auf, die sich in einer von fünf Kategorien (Concept Store, Personal Touch Boutique, Reference Store, Brand Name Shop, European Flair Boutique) etwas Besonderes einfallen ließen. Anhand von Beispielen zeigte Pisani auf, dass es in der Branche eine Vielzahl von Fachgeschäften gibt, die mit durchdachten Konzep­ten ihren ganz persönlichen Weg und ihre eigene Nische im Markt gefunden haben. Als zurzeit wichtigste Trends, um sich als Fachhändler von anderen zu unterscheiden, nannte Pisani Modern Glam, Vintage Mania, feminine Erotik, metrosexuell, New Sixties, Fashion Bazaar, zeitgenössisches Design, Modern Boudoir, New Romance, Beauty Universe, Daily Femininity und Minimal Chic.

     

    Das amerikanische Fachhandelsunternehmen Intimacy mit zwei Geschäften in New York und Atlanta braucht den Vergleich mit den Besten nicht zu scheuen. Der Spezialist für „Bra Fitting“, also Passform, verbuchte 2004 ein Wachstum von 180 Prozent, berichteten Vertriebs- und Marke­tingmanagerin Kristin Smith und Einkäuferin Tanya Reynolds. Ihre drei Erfolgsgeheim­nisse: Bieten Sie eine einmalige Leistung an! Wählen Sie eine Leistung, die beim Kunden große Begehrlichkeit weckt! Kommunizieren Sie Wert und Einzigartigkeit dieser Leistung klar und unmissverständlich! Dazu sei es notwendig, dass die Verkäufer dem Kunden kompetent und über­zeugend den Wert einer Ware vermitteln können.

     

    Marion Wiedemann, Leiterin des Zentralbereichs Controlling bei der 1881 gegründeten E. Breuninger GmbH & Co. bezeichnet sich selbst als "Zahlenfreak". „Nur was ich messen kann, kann ich auch steuern“, lautet ihre Überzeugung, die in den 14 Filialen mit der so genannten Balanced Scorecard (BSC) umgesetzt wird. Dabei handelt es sich um einen modernen Managementansatz, der die Umsetzung definierter Strategien verbessern soll. Messgrößen und strategische Aktionen werden hierbei konkretisiert und permanent überprüft. „Die BSC bewirkt, dass sich auf die wirklich erfolgsrelevanten Faktoren und deren Kennzah­len konzentriert wird.“ Allerdings sollte die BSC nicht mit zu vielen Messgrößen überfrachtet werden: „Wir arbeiten zur Zeit mit etwa 40, optimal wären jedoch 20 bis 25.“ Und sie warnt vor dem Streben nach Perfektion: „Besser schnell mit einer kleinen Lösung beginnen, als ewig auf die große perfekte Lösung warten.“ Außerdem stellte Wiedemann den seit 1995 bei Breuninger eingeführten Happy Customer Index als einen Bestandteil der BSC vor, der dem Unternehmen neben quantitati­ven Informationen wie Deckungsbeitrag und Umsatz qualitative Angaben über die erreichte Kundenfreundlichkeit liefert.

     

    Zusammenarbeit von Stoff- und Wäscheproduzenten

    „Keiner ist eine Insel“ hätte über dem Vortrag von Ueli Fisch (Vorstands­vor­sit­zender Greuter-Jersey AG, Sulgen/Schweiz), Alfons Kreuzer (Stilist, Premium Bodywear AG) und Frank Markert (Vorstand, Premium Bodywear AG, Wittgensdorf) stehen können. „Wir wollen Allianzen gegen das weit verbreitete Robinsondenken setzen“, so Ueli Fisch. Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem Stoffhersteller und dem Männerwäscheproduzenten ist

    die Olaf Benz „Phantom“-Kollektion. Diese wird aus dem extrem elastischen und megaleichten High­tech-Ma­terial „dimension 50“ gefertigt, das ursprünglich als Feinstfilterstoff für die Raumfahrt ent­wickelt wurde. Von der Kooperation der Firmen profitiert auch der End­verbraucher, weil sich die Entwicklungszeit verkürzt und kostengünstiger produziert werden kann. Alfons Kreuzer: „Bevor man mit der Entwicklung einer Idee beginnt, sollte man immer einen Blick auf das Ende der Kooperationskette werfen, nämlich den Endverbraucher. Denn letztlich zahlt der Konsument alles, was zuvor an Kosten aufgelaufen ist.“ Kreuzer warnte zudem eindringlich vor Diversifikation und vertrat hingegen die These, dass gerade in schwie­rigen Zeiten Polarisa­tion zum Erfolg führe. Für Ueli Fisch ist klar: „Durch die Bündelung der Kompetenzen entsteht für alle Glieder der Kette eine Win-Win-Situation.“

     

    Sylvie Nützel-Lange, Marketing- und Fashion Concultant für die Invista (Deutschland) GmbH, Hattersheim, stimmte die Teilnehmer des Innovationsforums mit der Präsentation der Body- und Aquawear-Trends für 2006 auf die Order auf Deutschlands einziger internatio­naler Fachmesse für Body-, Beach- und Legwear die BODY LOOK mit bodytex ein.

    Ansprechpartner für die Presse:

    Ruth Justen, Pressereferentin

    Tel.: +49 (0)3 41 – 678 81 95

    Fax: +49 (0)3 41 – 678 81 82

    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

     

    BODY LOOK im Internet: www.body-look.de

    bodytex im Internet: www.body-tex.de

    Leipziger Messe im Internet: www.leipziger-messe.de

     

    22. Juli 2005

     
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